Detoxen nach der Fasnacht

Swiss-QUBE-Detoxen Fasncht
Geschrieben von Dr. med. Frank Schulze M.Sc. am Februar 14, 2018 in Ernährung

Detoxen nach der Fasnacht

Die Fasnacht ist untrennbar mit Alkoholgenuss verbunden, doch wie krieg ich all das Gift wieder aus meinem Körper raus?
So ein gepflegter «Rausch» ist doch was Feines, oder? Man ist dann so gut drauf. Zu Beginn wurde ich persönlich immer sehr kreativ, mit zunehmenden Trinkmengen irre witzig, um dann irgendwann in meiner inneren melancholischen Welt zu versacken. Die Enthemmung ist eigentlich das Schönste, man ist mit jedem Freund, alle anderen sind auch so goldig drauf, und endlich hat man dieses ganz tiefe Gemeinschaftsgefühl in dieser ziemlich kalten Welt. Wenn man dann noch bis zur Unkenntlichkeit verkleidet ist – einfach wunderbar.
Wenn der Tag danach – der Aschermittwoch – nicht so furchtbar wäre, könnte man das doch öfters machen, oder?

Der Tag danach: Spuren, die der Alkohol in unserem Körper hinterlassen hat
Unabhängig von der getrunkenen Alkoholmenge, mehr als bei der Schwiegermutter zum Sonntagsessen, hat der reine Alkohol so einiges veranstaltet:

• Der Blutzucker wurde abgesenkt. Das ist nicht nur für Diabetiker wichtig.
• Die Leber hat Stress, denn sie muss den Alkohol verstoffwechseln und entschärfen, denn …
• … die grösste Wirkung hat er auf die Nervenzellen unseres Gehirns. Die sterben in erheblichem Masse ab.

Erinnert ihr euch noch wie es war?

Ab 0,5 Promille: Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsvermögen beginnen nachzulassen, verlängerte Reaktionszeit, Steigerung der Risikobereitschaft

Ab 0,8 Promille: Beginnende Zeichen der Trunkenheit, Beeinträchtigung der Wahrnehmung, stark verlängerte Reaktionszeit, beginnender Verlust der Bewegungskoordination.

Ab 1 Promille: Beginnender Rauschzustand, Verwirrtheit, Sprach- und Orientierungsstörungen, Selbstüberschätzung durch eingeschränkte Kritikfähigkeit

Ab 2 Promille: Ausgeprägte Gleichgewichts-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, die Muskeln erschlaffen, ein Reaktionsvermögen ist kaum noch vorhanden

Ab 3 Promille: Zunehmende Erschlaffung der Muskulatur, beginnende Bewusstseinstrübung, Gedächtnisverlust, schwache Atmung

Ab 4 Promille: Gefahr eines Komas, Gefahr des Ausfalls wichtiger Organfunktionen

Eine Unterzuckerung klingt harmlos, ist aber nicht nur für Diabetiker gefährlich. Wenn dem «Oberstübchen» nicht genug Zucker zur Verfügung gestellt wird, stellt es seinen Dienst ein. Die Ursache dafür ist die mit Alkohol blockierte Leber. Die kann keine Glukose aus ihren Reserven bereitstellen, denn dieser Prozess ist blockiert. Es folgen Unterkühlung, Atemstillstand oder Ersticken am Erbrochenem.

Wie verändert sich die Leber durch Alkohol?
Am Anfang kann es zu einer Entzündung der Leber kommen. Nur merkt man das nicht, denn die Leber erzeugt keine Schmerzen. Wäre ja auch fatal, wenn jedes Mal nach der Weihnachtsgans mit ein paar Gläsern Riesling dazu, die Leber schmerzen würde.

Nach der Entzündung kommt die «Vernarbung», also der Umbau der Leberzellen im Bindegewebe. Danach folgt der totale Abbau der Leberzellen bis hin zu einer Leberzirrhose. Eine ganz schlimme Sache, denn da kann man je nach Grad, nur noch auf eine Transplantation oder den Tod warten.

Wie du nach dem Rausch regerieren kannst
Sodbrennen und Durchfall nach einer Sause? Alles ist entzündet und säurelastig. Der Kopf ist gross und schmerzt.

1. Detoxen statt Rollmops
Detoxen ist hier die Devise. Rollmops oder Matjes mögen den schlechten Geschmack im Mund verändern, wirkliche Entlastung bringen sie nicht. Besser wäre Basenpulver: Einen gehäuften Tee-Löffel in lauwarmes Wasser einrühren und trinken. Zeolith hat eine noch bessere entgiftende Wirkung, gerade auf die Leber. Das lässt sich auch kurmässig für 2 bis 3 Wochen anwenden.

Den Schoppen danach oder das Katerfrühstück kann ich nicht wirklich empfehlen. Das wäre dann der «Nachschlag» für die Leber, die sich gerade ein bisschen erholt hat. Leber-Galle-Tee oder entsprechende Tropfen gibts in der Apotheke oder Drogerie. Damit wird das wichtige Organ entlastet und entgiftet.

2. Bewegung an der frischen Luft
Bewegung draussen ist natürlich das Beste. Wir sind anatomisch so gebaut: Alle Prozesse, also auch die Entgiftung, werden durch Bewegung angeregt. Der eingeatmete Sauerstoff hilft bei der «Verbrennung» von vielem, nicht nur der Fettreserven.

3. Trinken, Trinken, Trinken …!
Aber bitte nur Mineralwasser, am besten ohne Kohlensäure, denn die würde die Magensaftproduktion wieder anregen. Die wollen wir ja gerade «beruhigen».

4. Esspausen von 16 Stunden 

Wer es schafft, sollte seinem Körper eine Pause gönnen, denn das ist die grosse Chance zur Regeneration. Reparative Prozesse in unserem Körper sind genetisch festgelegt. Die Fähigkeit zur Selbstheilung ist enorm, wenn man den Körper dabei nicht stört. Die Wissenschaft hat belegt, dass Esspausen von z.B. 16 Stunden (auch Fasten genannt) unser Selbstheilungspotenzial in idealer Weise entfalten.

Esspausen, Intervallfasten, Saftfasten, und wie sie auch alle heissen mögen, entsprechen unserer Veranlagung und unserer Stoffwechsel-Physiologie.

Gestatte deinem Körper eine Pause in der Fastenzeit, er wird es mit einem «Mehr» in jeder Hinsicht belohnen. Probiers mal aus.

Dein
Dr. med. Frank Schulze M.Sc.
Ganzheitsmediziner & Mental-Coach

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„Auf dieser Seite habe ich spannende und aktuell relevante Beiträge gestellt. Diese basieren auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie aus jahrzehntelanger ärztlicher Tätigkeit. Zur besseren Verständlichkeit habe ich Fachwörter vermieden, dafür aber die Beiträge in einer gewissen Lässigkeit geschrieben.“

Dr. med. Frank Schulze M.Sc.
Ganzheits- und Ernährungsmediziner

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