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Verstopfung – Was kann man dagegen tun?

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Verstopfung – Was kann man dagegen tun?

Ostern ist die Zeit, in der wir feiern und damit verbunden, viel essen. Da kann man schon mal «verstopfen». Manchmal sind es die hart gekochten Eier, manchmal auch andere Leckereien, die immer wieder das Gleiche bewirken: Weniger oder ganz harten Stuhlgang. Verstopfung entsteht, wenn wir etwas essen, das die Galleausscheidung in den Zwölffingerdarm blockiert.

Wie ist Ihr Stuhlgang?

Wenn ich bei der Anamnese meinen Patienten die Frage «Wie ist Ihr Stuhlgang?» gestellt habe, bekam ich meistens die Antwort «Normal»! In meinen Vorträgen stelle ich diese Frage auch gelegentlich, und die Zuhörer antworten sehr unterschiedlich. «Wenn es kommt, dann kommt’s eben. Wann ist mir egal.», «Zweimal die Woche reicht mir.», «Oh, manchmal die ganze Woche nix.» oder sogar «Alle 3 Wochen nur einmal». Für jeden ist normal eben etwas anders.

Warum sind Asiaten oft schank?

Das ist die zweite Frage, die ich oft stelle. Viele wissen, «Asiaten essen weniger und sehr gesund». Manche Leute antworten sogar «Sie haben andere und bessere Darmbakterien». Die Wahrheit ist: In Asien haben die Menschen ein anderes Verhältnis zum Stuhlgang. Sie sind überzeugt, das was sie am Tag vorher gegessen haben, spätestens am nächsten Morgen gut verdaut ausgeschieden werden sollte. Und damit haben sie Recht.

Für Tierbesitzer ist das normal, wenn der Hund morgens nicht raus kann, um sich zu lösen, wird er sehr ungemütlich, oder er lässt es im Wohnzimmer einfach fallen. Eine Sauerei, aber natürlich.

Verstopfung macht krank

Gesundheit hat etwas mit regelmässigem Stuhlgang zu tun. Verstopfung ist kein normaler Zustand. Der deutsche Volksmund sagt,

«Wenn das Ärschel brummt, ist das Herzel gesund!».

Heute weiss man, dass Herzrhythmusstörungen auf eine Säurelast zurückzuführen sind. Der Darm ist verstopft. Dadurch entsteht eine «Selbstvergiftung», also wird die Leber belastet. Diese sogenannte Autointoxikation beschreibt die Rück-Resorption über die Darmschleimhaut in den Körper von stuhlpflichtigen Giften, die beim Stoffwechsel entstehen. Man kann sich vorstellen, was Gifte im Körper anrichten. Wenn der Speisebrei (der später zum Stuhlgang wird) im Darm zu lange verweilt, entsteht eine Verstopfung.

Wie kann Verstopfung entstehen?

  1. Fehl- und Überernährung
  2. Ballaststoffarme (wenig pflanzliche) Ernährung
  3. Flüssigkeitsmangel
  4. Säurelast und reduzierter Gallefluss
  5. Fehlende «Stuhldisziplin»
  6. Zu viel Süssigkeiten
  7. Fehlende Bewegung bei sitzender Tätigkeit
  8. Zu viel Fleisch und Wurst
  9. Zu viele Mehlprodukte
  10. Darmeinengung oder Divertikel (Vererbung oder Krankheit)

Was kann ich bei Verstopfung tun?

Weil es soviele mögliche Ursachen für einen verstopften Darm gibt, haben wir auch viele Möglichkeiten den Stuhlgang positiv zu beeinflussen. Kalorienreduktion ist nicht nur zum Abnehmen eine gute Idee. Auch um den Darm wieder in Schwung zu bringen, ist es das beste Mittel. Du kannst zum Beispiel 800-1000 kcal pro Tag, für 1-3 Wochen ballaststoffreich und ohne Zucker essen. Danach legst du einige Fastentage mit täglich 16 Stunden Esspausen ein. Im Anschluss kannst du nochmals reduzieren und nur noch 400-800 kcal pro Tag essen. So kann der Darm ideal entlastet werden.

Zusätzlich können Galletropfen (z.B. Taraxacum Comp. Tropfen von Ceres) den Gallefluss anregen und damit den Speisebrei besser durch den Darm gleiten lassen. Um den Darm zu entstopfen, sollten unbedingt die möglichen Ursachen von Punkt 1-10 geprüft und reduziert werden. Es ist nicht so einfach, alles gleichzeitig zu korrigieren. Nimm dir deshalb erstmal ein paar Punkte vor und arbeite dich durch die Liste. Im besten Fall solltest du alle 10 Punkte komplett meiden.

Nach meiner Beobachtung ist die Reduktion der aufgenommenen Nahrungsmenge (250-300g/Tag) schon ein wichtiger Stimulus, um den Darm in Schwung zu bringen.

Täglichen Stuhlgang trainieren

Neben allen ernährungstechnischen Voraussetzungen ist es ebenso wichtig, den Darm zu «erziehen». Kommt er wieder ins Gleichgewicht, wird er umgekehrt auch seinen Besitzer «erziehen». Gehe jeden Tag immer zur gleichen Zeit zur Toilette. So wird sich der Darm daran gewöhnen. Dein Stuhl-Drang wird dann immer um diese Zeit sehr gross sein. Du solltest es ermöglichen, das dann auch zu erledigen. Die Asiaten gehen übrigens immer morgens, weil sie der natürlichen inneren Uhr folgen.

Gerade nach Ostern, mit den vielen Schlemmereien, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass der Darm sich entleeren kann und keine Verstopfung entsteht.

 

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„Auf dieser Seite habe ich spannende und aktuell relevante Beiträge gestellt. Diese basieren auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie aus jahrzehntelanger ärztlicher Tätigkeit. Zur besseren Verständlichkeit habe ich Fachwörter vermieden, dafür aber die Beiträge in einer gewissen Lässigkeit geschrieben.“

Dr. med. Frank Schulze M.Sc.
Ganzheits- und Ernährungsmediziner

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